Ultraschalltherapie


Ultraschall ist nicht nur für Schwangere geeignet, um die Entwicklung eines Ungeborenen zu ergründen. In der Physiotherapie wird die Ultraschalltherapie angewandt, um Beschwerden mit den Gelenken oder der Wirbelsäule zu kurieren. Die Ultraschalltherapie gleicht in ihrer Methodik teilweise der Elektrotherapie, nutzt Wellen, um das Körpergewebe anzuregen und so zu einer Heilung, bzw. Linderung von Beschwerden zu führen.

Was ist Ultraschalltherapie?

Ultraschall ist eine der bahnbrechenden Entdeckungen der Medizin. Die Schallwellen erlauben den Ärzten, Bilder vom Körperinneren zu erhalten und so Aufschluss über innere Missstände, aber auch über die Entwicklung von ungeborenen Kindern zu erhalten. Darüber hinaus sind Ultraschallwellen aber auch in der Lage, physiotherapeutisch zu wirken. Die Wellen können nämlich im Körper Muskeln, Gelenke, Nerven und Sehnen stimulieren und auch lästige Muskelverspannungen kurieren.

Wie funktioniert Ultraschalltherapie?

Dazu nutzt die Ultraschalltherapie die äußerst schnell aufeinanderfolgenden Längswellen, die sich nur in eine Richtung und nur bei Hautkontakt ausbreiten. Diese leitet der Physiotherapeut über den sogenannten Schallkopf ein, der mit dem Ultraschallgerät verbunden ist und die Ultraschallwellen direkt in den Körper aussendet.

Physikalische Eigenschaften

Das Besondere an der Ultraschalltherapie sind die physikalischen Eigenschaften der Schallwellen. Sie können sowohl Haut, wie auch Bindegewebe, Fett und Muskeln durchdringen, reflektieren Knochen und erzeugen an deren Grenzen Wärme. Diese Wärme wird in der Ultraschalltherapie zu therapeutischen Zwecken genutzt, weswegen die Ultraschalltherapie auch als eine Unterkategorie der Wärmetherapie bezeichnet werden kann.

Wie verläuft die Ultraschalltherapie?

Zu Beginn der Ultraschalltherapie legen Sie sich bei Ihrem Physiotherapeuten auf eine Liege und die betroffenen Körperregionen werden freigemacht. Anschließend trägt der Physiotherapeut die für die Leitung der Ultraschallwellen notwendige Flüssigkeit auf die Haut auf, meist ein Gleitgel oder Öl. Anschließend fährt er mit dem Schallkopf über die betroffene Körperregion, denn Ultraschallwellen wirken nur bei direktem Hautkontakt. Der Schallkopf wird nun langsam hin und her bewegt, um die Schallwellen somit richtig zu verteilen und einen guten Überblick über die Körperregion zu erlangen. In der Regel dauert eine Ultraschalltherapie nur ca. 10 Minuten und ist schmerzlos.

Wann Ultraschalltherapie?

Ultraschalltherapie ist warm, lindert Schmerzen und fördert die Durchblutung. Damit ist sie genau die richtige Anwendung bei folgenden Beschwerden:

 

Tennisarm
Probleme mit der Wirbelsäule

Arthrose an Knie- oder Hüftgelenk
Erkrankungen des Bewegungsapparates
akut bei Verletzungen (Verstauchungen, Prellungen)
Muskelverspannungen
Rheuma

Die Wirkung, die die Ultraschalltherapie erzeugt – nämlich der Temperaturanstieg im Gewebe – fördert die Durchblutung und den Stoffwechsel. Gleichzeitig verringert sich die Gewebespannung. Effekte, die Muskeln sich lockern und Schmerzen abklingen lassen können und die deshalb von Physiotherapeuten häufig und vor allem bei chronischen Beschwerden gesucht werden.

Wie hilft Ultraschalltherapie?

Schmerzlinderung und Muskelentspannung sind die letztendlichen Wirkungen, die der Physiotherapeut mit der Ultraschalltherapie erzielen möchte. Auf dem Weg zu diesem Behandlungserfolg erzielt er aber durch die Ultraschallwellen auch noch weitere durchaus positive Effekte in betroffenen Körperregionen:

Geweberegenration wird verbessert
Durchblutung wird gefördert
Verklebtes Bindegewebe wird gelöst
Schmerzen werden gelindert / gestillt
Muskelverhärtungen werden entspannt
Erholsame Wärme entsteht
Erhöhte Stoffwechselaktivität im behandelten Gewebe

Risiken der Ultraschalltherapie

Dass alles klingt nach einer rundum vorteilhaften Therapiemöglichkeit bei den oben genannten Symptomen und Beschwerden. Beachten Sie allerdings, dass die Ultraschalltherapie nicht für Sie infrage kommt, wenn Sie unter akuten Infektionen oder Entzündungen leiden. Auch kann es bei „Überdosierung“ der Ultraschallwellen zu Überhitzung kommen, die sich in entsprechend brennendem Schmerz äußert. Ihr erfahrener Physiotherapeut wird allerdings beide Risiken kennen und ausschließen.